Entlang des archäologischen Panoramaweges am Sonnenburger Kopf triffst du auf Spuren der Bronze-, Eisen- und Römerzeit.
Auf den Spuren längst vergangener Zeiten führt der archäologische Panoramaweg bei St. Lorenzen durch eine faszinierende Kulturlandschaft, in der Geschichte auf Schritt und Tritt spürbar wird. Mauer- und Siedlungsreste, geheimnisvolle Fundplätze und eindrucksvolle Ausblicke machen die rund zweistündige Rundwanderung zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch mehrere Jahrtausende. St. Lorenzen selbst war einst eine bedeutende römische Raststation und unter dem Namen Mansio Sebatum bekannt. Zahlreiche archäologische Funde und Mauerreste erinnern noch heute an diese Zeit. Illustrationen und verständliche Erklärungen entlang des Weges lassen die Lebens- und Glaubenswelten früherer Kulturen wieder lebendig werden. Unterwegs begegnet man bedeutenden Spuren aus der Bronze- und Eisenzeit, der Römerzeit und der Spätantike. Insgesamt 16 anschaulich gestaltete Schautafeln vermitteln Wissenswertes zu den Ausgrabungsstätten, ehemaligen Siedlungen und Wehranlagen sowie zu den dort entdeckten Fundstücken. Zu den spannendsten Stationen zählen die rätselhaften Schalensteine von Sonnenburg, die vermutlich aus der Endbronzezeit stammen und deren Bedeutung bis heute nicht vollständig geklärt ist. Auch der Sonnenburger Kopf birgt spannende Geschichten: Der antike Kultplatz diente vermutlich für rituelle Handlungen, bei denen Feuer entzündet und Opfer dargebracht wurden. Weitere Zeugnisse der Vergangenheit sind die Wallburgen am Schreckbühel, die Ruinen des römischen Sebatum und ein eisenzeitlicher Brandopferplatz. Neben den geschichtlichen Entdeckungen begeistert der Panoramaweg immer wieder mit weiten Ausblicken auf St. Lorenzen, Bruneck und die umliegende Landschaft. Mehrere Rastplätze laden dazu ein, innezuhalten und das Panorama zu genießen. Die Wanderung ist auch für Kinder gut geeignet und bietet unterwegs viel zu entdecken. Einzelne Abschnitte und Fundstellen sind jedoch nicht mit Kinderwagen oder Rollstuhl erreichbar.
Wenn du tiefer in die eisenzeitliche und römische Siedlungsgeschichte des Ortes eintauchen möchtest, solltest du dir den Besuch des Archäologiemuseums Mansio Sebatum nicht entgehen lassen.
Da die Wanderwege im Winter vereist sein können, empfiehlt sich die Mitnahme bzw. Nutzung von Grödeln oder Schuhspikes.
Die abwechslungsreiche ca. 4 km lange Rundwanderung startet bei der markanten Pfarrkirche zum heiligen Laurentius in St. Lorenzen.
Hinter der Kirche folgt man zunächst der Beschilderung mit der Wegnummer 5 in Richtung archäologischer Panoramaweg. Der Weg verläuft zunächst entlang der Rienz und führt anschließend über eine hölzerne Fußgängerbrücke auf die gegenüberliegende Flussseite. Hier beginnt der eigentliche, gut ausgeschilderte archäologische Panoramaweg.
Zu Beginn steigt der Weg etwas steiler an, bevor er anschließend angenehm und gleichmäßig durch schattigen Mischwald führt. Am Sonnenburger Kopf erreicht man mit rund 972 Metern den höchsten Punkt der Tour. Von hier beschreibt der Weg einen Bogen und führt anschließend sanft bergab in Richtung Sonnenburg. Im letzten Abschnitt verläuft die Route durch Wiesen und Felder, folgt kurz einer Straße und führt schließlich durch eine Unterführung zurück nach St. Lorenzen zum Ausgangspunkt.
Citybus 420.2 Bruneck-St. Lorenzen, Haltestelle St. Lorenzen Busbahnhof - ca. 300 m Entfernung von der Kirche
Linienbus 401 Bruneck-Brixen, Haltestelle St. Lorenzen Busbahnhof
Linienbus 460 Bruneck-Gadertal, Haltestelle St. Lorenzen Busbahnhof
Zuglinie Innichen-Franzensfeste, Haltestelle St. Lorenzen Bahnhof - ca. 200 m Entfernung von der Kirche
Ab Bruneck folgst du für ca. 1 km der St. Lorenzner Straße. Am Kreisverkehr nimmst du die zweite Ausfahrt und folgst der Brunecker Straße. Nach ca. 1,2 km nimmst du am weiteren großen Kreisverkehr die erste Ausfahrt und bleibst auf der Brunecker Straße. Nach etwa 300 m biegst du an der Kreuzung am Ortseingang von St. Lorenzen nach links und kurz darauf nach rechts auf den Parkplatz am Busbahnhof.
Verschiedene Parkmöglichkeiten am Busbahnhof, ca. 300 m von der Kirche entfernt.